"Lyrisches Café"

(online geöffnet)

Wir eröffnen unser "Lyrisches Café"                         (Bild: freies Bild von Pixabay -cocoparisienne- )
Wir eröffnen unser "Lyrisches Café" (Bild: freies Bild von Pixabay -cocoparisienne- )

Ein Bild -viele Worte!

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Wir zeigen ein Bild und überraschen Sie mit wunderbaren Texten verschiedener Autorinnen und Autoren., die extra zu dem jeweiligen Bild geschrieben wurden.

 

Dritte Runde ;) 

 

Hier ein Foto von Inga Klein

 

Barbara Dölker

Eine Melodie, gespielt mit Kopf und Herz, höre sie mit allen Sinnen, spiele auf mir, reiß mich mit, damit die Musik Körper und Herz erreicht

 

Michael Schönberg

Ein Lied für die Geige gemacht.
Dabei streiche ich den Bogen wohl bedacht
Nimm den Ton O, SI, LA, DO und streiche sanft über ihren Po.

Danach mit nicht weniger Verzücken,
geht es mit Mi, FA, SOLI, DO über ihren Rücken.
Zum Ende der des Konzerts,
Küsse ich die Geige voller Sehnsuchtschmerz.

 

Erich Röthlisberger

Körperliche Harmonie, Sinnliche Musik widerspiegelt Liebe.

Rudolf Köster

 

Klangkörper

 

Das Holzgehäuse einer Geige

schien noch niemals mir so schön,

so dass ich staunend dazu neige,

etwas näher hinzusehn.

 

Begreife so beim sinnend Schauen

(was man übersieht zumeist),

warum das Ding beim Geigenbauen

fachlich richtig Korpus heißt.

 

Möchte liebend gern sodann,

würd’ man mir den Bogen reichen,

(auch wenn ich nicht geigen kann)

einfach mal darüber streichen!

Roland Moser

Beim nackten Klang des Tones erhöre ich den Körper des Instruments und streichle sanft über meine Seele, die den Schwingungen der grenzenlosen Freiheit erliegt! R.M.

 

Luzie Irene Pein

 

Vertonung

Ich lauschte

Erwartungsvoll
Dem Klang
Der Konzert Töne

Ließ mich
Vom Wohlklang verzaubern
Flüsterte begeistert
Spielt – singt - weiter

Leidenschaft
Betont Bedeutung

Ich empfinde
Meine Melodie
Im Herzen

Freudlos DER, DER kein Lied
In sich erlebt

 

Reni Becker

Ein Frauenkörper ist wie ein gut gestimmtes Instrument, nur ein Virtuose kann darauf spielen

 

Julia Beylouny

Neulich lag Sabine
auf meiner Violine.
Sie wollte mich verzücken

mit ihrem nackten Rücken.
Dabei hat sie wohl nicht bedacht,
was es mit einem Geiger macht,
dem sein Instrument von Wert!
Oh, Sabine! Sehr verkehrt!
Ich rannte zu ihr, stöhnte auf.
Da nahm'n die Dinge ihren Lauf.
Ein Sprung, ein Knacks, Sabine schreit.
Die Violine war befreit
von nackter Haut und auch vom Rücken.
Wer künftig will mich je entzücken,
sei gut zur Violine!
Doch du nie mehr, nie wieder, nein, glücklose Frau Sabine!

 

Roland Moser

Zieht sanfte Saiten auf, wenn ihr den Bogen nicht überspannen wollt!

 

Inga Klein

 

Viola

Behutsam

nimmt er sie
legt um ihre Taille
die Hände

ganz zart
berührt das Kinn
den gewölbten Leib

gebogen ist der
schlanke Hals
sanft zupft er
streicht über
ihren Körper

die Töne schwingen
sich empor
ein Feuerwerk
beginnt

entfacht die
Sinne seiner Gier
berauscht
die Schönheit
ihres Spiels

Raum verschwimmt
sie werden eins
der Künstler
und das Spiel
auf seiner Violine

© Angelika Groß dieses Gedicht gehört zum Bild es ist geschützt und gehört meinem Mentor Hans B. (Ich darf es benutzen)

 

Erich Röthlisberger

Gehe sanft mit einem Frauenkörper um.
Du entlockst ihm die selbe Glückseligkeit,
Wie ein Geigenvirtuose seinem Instrument

Eine sanfte Melodie.

 

Andreas Petz

Der Schwung deines Körpers,
der Klang der Saiten,
meine Augen und Ohren,

die dich begleiten.

Deine zarte Haut bringt
Töne zum Schwingen
wodurch in mir
Gefühle erklingen.

Verführt vom Anblick,
von Musik und der Liebe,
stiehlst du mir mein Herz,
wirst an mir zum Diebe.

 

Wine Van Velzen

Der Bogen streicht zart, über die vier Seiten meiner Violine.
Im Gedanken bin ich bei dir, geliebte Katharine.


Auf dem Griffbrett tanzen meine Finger hin und her,
Die Melodie sagt dir, ich vermisse dich sehr.

Mein für dich verliebt gespieltes Flageolett,
schwingt harmonisch zu dir, als Rosenbukett.

Die Sehnsucht packt mich, ich vermisse dich sehr.
Die Melodie nun tragisch und schwer.

Wann kommst du zurück, oh du meine geliebte Katharine,
damit ich spielen kann, ein frohes Lied auf der Violine

 

Iris Haupt

Laut seufzt die schöne Geige,
schau was ich dir hier zeige.
Willst du mich entzücken.

streich über meinen Rücken.
Doch bitte entlocke mir nur schöne,
wohlklingende, zarte Töne.
Und bitte vergiss nie:
Spiel mich mit Fantasie!

© Linda Marie Haupt

 

Missy Pelled

Erotik am Strand, während eines Sonnenuntergang, ist wie eine Sinfonie der Gefühle, mit dem richtigen Partner der nicht nur egoistisch an sich denkt.

 

Marion Krüger

Könnte ich Violine spielen, so hielt ich sie sanft in meinem Arm
ließ meine Hand leicht über sie gleiten zärtlich und warm

Markus Kohler

In jeder Musik liegt auch Sinnlichkeit, man muss nur lernen sie zu erspühren.

 

Sabrina Nikolai

 

Innerer Frieden!

Worte schwingen,

wie die Töne
zarter Seiten.
Im Geigen takt
sollt ihr erwachen.
Und im Sturme
neues Feuer entfachen.
Leise Klänge
berühren die Seele,
geben ihr den Raum
sich zu entfalten.
Eine Melodie
dessen Schönheit
man nicht erklären kann.
Die Ruhe der Musik
lässt dich erkennen,
was dein Herz
so sehr begehrt.
Nimm deinen Weg
voller Töne und Tanz.
Trage die Liebe
im stetigen Einklang

 

 

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Ein Bild -viele Worte!

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Wir zeigen ein Bild und überraschen Sie mit wunderbaren Texten verschiedener Autorinnen und Autoren., die extra zu dem jeweiligen Bild geschrieben wurden.

 

Zweite Runde ;) 

 

Hier ein Foto von Iris Haupt

 

 

 

Hier die Texte: 

 

Susanne Schmid-Milder Lillie

Ruhe
tiefe Zufriedenheit
träumt die Abenteuer

eines Tigers
wild und ungezähmt

 

 

Iris Haupt

Friedlich
und entspannt
träumt ein Tiger

von einer schönen Zukunft
„Müllkatze“

 

 

Helga Rikken

Unsere Katze
In dem Keller an der Wand,

entleert, ihr Weidenkörbchen stand –
vorm Einkauf lief sie dann hinunter,
Stuf für Stufe, heut ganz munter.

Als sie unten angekommen,
sie plötzlich schrie, weil wahrgenommen-
ein Wimmern leise und genau,
miau, mio..miau…miau.

Oh Schreck, oh Graus, was war gescheh´n,
sie blieb jetzt erst Mal ruhig steh´n –
und traute ihren Augen nicht,
ihr Herze bald vor Freud zerbricht.

Denn Mieze hat im Korb geboren,
fünf Kindelein darin verloren –
klitzeklein mit weichem Fell,
die Augen auf, die Näschen hell.

Der Weidenkorb, der blieb nun steh´n,
musst ohne ihn zum Einkauf geh´n –
auf dem Weg ihr Herze lacht,
denn daran hätt´sie nie gedacht.

 

Iris Haupt

Hitze
Ist auszuhalten
In einer Erfindung

Von Menschenhand pefekt hergestellt
Abkühlung

 

 

Sabrina Nikolai

Das Glück mit dir!

Ruhend und leise

liegst du gar friedlich.
Lässt deine Träume
in deinen Geist.
Ach welch ein Anblick
ist deine Schönheit
mir wert.
Welch Harmonie
du ausstrahlst.
Magisch muss ich lächeln,
denn voll Glück
ist deine Seele.
Ich lausche dem Schnurren,
dem Klang deiner Ruhe.
Vergesse die Welt
wenn ich dich so seh.
Ich lege mich nieder,
teile deinen Traum.
Denn so wie du bist
sind wir in Liebe vereint.

 

 

Rudolf Köster

 

Ökonomisch

 

Ich halte es für produktiver,

lässig einfach nichts zu tun

und dabei in intensiver

Muße locker auszuruh’n,

statt wie all die Hektik-Affen

wild beschäftigt nichts zu schaffen!

 

 

Julia Beylouny

 

Morgens müde, nach dem Kater, schlief ich ein in diesem Krater.
Kam der Bello, dieser Hund! Nahm den schlafenden Befund, postete auf Twitter.
Gibt acht! Das Aufwachen wird bitter ...

 

 

Markus Kohler

 

Die Keramik ist zwar hart
die Entspannung macht mich zart
doch an Sommertagen, so wie diesen
liegt man gern auf kühlen Fliesen
und diesen Schlaf des Gerechten
möchte wohl keiner je anfechten.
Gerade noch beim Mäusejagen
kann ich Ruhe jetzt vertragen
träume grad´ vom nächsten Fang
Frauchen wird schon Angst und Bang
Doch auch sie, sie soll nun gehen
muss man mich denn so hier sehen?
Lasst mir also meinen Frieden
will noch viele Mäuse kriegen.
Entspannt euch selbst doch einmal
und ihr werdet sehen auf jeden Fall
bei 30 Grad und mehr
helfen kühle Fliesen sehr

 

 

Wiebke Worm

Im Waschbecken, man glaubt es kaum,

'ne Katze liegt und hat 'nen Traum.

 

Der Hahn der Tropft, die Katz' wird munter

und springt, so schnell sie kann, da runter.

 

Denn Wasser macht die Katze nass

und da versteht das Tier kein Spaß.

 

Sie schüttelt sich und faucht empört,

das Wasser hat sie arg gestört.

 

Dann putzt sie sich und schnurrt dabei,

der erste Schreck, der ist vorbei.

 

Schon rast sie los und jagt ne Maus

und jetzt ist die Geschichte aus.

 

 

 

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Ein Bild -viele Worte!

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Wir zeigen ein Bild und überraschen Sie mit wunderbaren Texten verschiedener Autorinnen und Autoren., die extra zu dem jeweiligen Bild geschrieben wurden.

 

Hier ein Aquarell von Helga Rikken

 

 

 

 

Julia Beylouny

 

Mein Herz brennt. In mir lodert Sehnsucht.

Du gibst und du nimmst, entziehst mir mit deiner Schönheit Staunen und Ehrfurcht. Dein Glanz betört, rauscht durch meinen Körper, berauscht meine Sinne. Wortlos. Ich scheiter am Ausdruck, am Bezeichnen dessen, was ich fühle. Die Wellen meiner Liebe zu dir, der Ozean, der dich in mir birgt, überrollen mich. Süßer Schmerz, Unendlichkeit, Tiefe. Deine Hand in meiner, verwoben zu einem Vertrauensnetz. Das Wasser flüstert, kitzelt unsere Zehenspitzen. Mit einem Knistern versinkt die Platine im Meer. Zwei Herzen schlagen, tauchen in Endlosigkeit, berühren das Gold des Horizonts.

Mein Herz brennt. In mir lodert Sehnsucht.

 

 

Wine Van Velzen

 

Der Tag ist vollbracht, er legt sich zur Ruh.

Gedanken verschwimmen, Augen fallen zu.

 

 

Peter Marquardt

 

An alle Realisten

 

Die Sonne sinkt am Firmament,

lautlos in das Meer.

Wer diesen Anblick einmal kennt,

der schätzt ihn meistens sehr.

 

Doch wo Wasser sich mit Feuer mischt,

gibts immer viel Getöse,

es wallt und brodelt, kracht und zischt.

Das fehlt hier zwar, doch macht`s nicht böse.

 

Das Bild einfach nur so betrachten,

nur dessen Romantik sehen,

die Physik gänzlich missachten,

dann findet`s jeder schön.

 

 

Reni Becker

 

Langsam gleitet das Boot der untergehenden Sonne entgegen, an Bord teilen sich Glaube, Hoffnung und Liebe eine Kajüte und träumen davon überall in der Welt aufgenommen zu werden!

 

Wiebke Worm

 

Sonne

Goldenes Licht

Ein langsamer Untergang

Sie verschwindet im Meer

Sonnenuntergang

 

 

Wine Van Velzen

 

Die Abendsonne küsst das Meer,

vereint sich mit ihm und ist bald nicht mehr.

Feuer und Wasser werden zu einem Liebespaar,

sie verschmelzen miteinander, wie wunderbar.

Ein funkelnder Tanz am Firmament,

dein Auge das Liebesspiel erkennt.

Ein letzter glühender Schein, lodert auf am Horizont,

bald siehst du die Sterne und den silbernen Mond.

Ruhe und Stille kommen über dich,

das Meer hat verschlungen das Tageslicht.

 

 

Rudolf Köster

 

Beruhigung am Abend

Es kann nun mal, bei Licht besehen,

die Welt heut’ nicht mehr untergehen,

es ist doch jetzt – trotz aller Sorgen –

rund um Australien schon morgen!

 

 

Julia Beylouny

 

Wie ist die Sonne freund der Erde,

dass goldrot sie den Abend küsst!

Dann eintaucht in das Land der Ferne

und für den Mond die Nacht begrüßt.

 

 

Helga Rikken

 

Abendstimmung

 

Der Mond scheint auf die Erd´ hernieder,

Sterne leuchten hell und klar –

der Mensch streckt seine müden Glieder,

die Traumwelt, sie ist sonderbar.

 

Die Natur hüllt sich ins Schweigen,

auch die Pflanzen geh´n zur Ruh´-

Vögel schlafen auf den Zweigen,

Mücken tanzen immerzu.

 

Die Nacht vergeht, der Tag erwacht,

im Kreise dreht sich uns´re Erde –

vorbei ist bald die dunk´le Nacht,

auf das es Morgen werde.

 

 

Inga Klein

 

Des Lebens Kreis

 

sonnengleißend erstarrt

des Lebens einzige

Verbindung

 

verschwindet langsam

in des Meeres

Flut

 

lässt spiegeln

feuerhafte Spiegelung

allseits

 

des morgens

erstarkt in neuer

Kraft

 

der Kreislauf

beginnt

 

© Angelika Groß

 

 

Markus Kohler

 

Ich habe meine Gedanken verloren

die am Tage noch geboren

jetzt sitze ich hier allein

beim untergehenden Sonnenschein

Kann ich sie wieder fangen in den Wellen

sind sie dann noch an den richtigen Stellen?

Ich kann sie nicht mehr fassen

kann nur noch meine Gefühle walten lassen

nun ist der goldene Ball versunken

ich fühle mich wie betrunken

all das Schlechte, das Böse ist vergangen

dabei habe ich nur meinen Gedanken nachgehangen

© Markus Kohler

 

 

Iris Haupt

 

Golden

Die Sonne

Im Meer versinkt

Rot die Sonne verschlingt

Farbenspiel

 

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31.05.2017 Wiebke Worm

 

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30.05.2017 Julia Beylouny

 

New Old World

There is no app

that makes the trees bloom.

Even not apple trees.

 

There are worlds

in between a window

and windows.

Do we get lost

when we have lost

the feeling of reality?

 

Lost in space.

Cyberspace.

 

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29.05.2017 Marion Krüger

 

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28.05.2017 Christiane Bienemann

 

Frieden finden

 

Frieden finden
unter den Bäumen
viel Zeit zum Träumen
nicht länger schinden
im alten Trott
Lebensbankrott.

Frieden entdecken
Menschen wertschätzen
nicht mehr verletzen
sich nicht verstecken
mit viel Gefühl
ohne Kalkül.

Frieden erfassen
mit allen Sinnen
Neues beginnen
Herz baumeln lassen
im hier und jetzt
alles gesetzt.

Frieden verschenken
hier in der Sonne
die höchste Wonne
nicht weiterdenken
hellgrün und blau
Euch ich vertrau.

Frieden bewahren
Gedanken auf Reisen
nichts mehr beweisen
in all den Jahren
Liebe und Mut
alles wird gut.

 

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27.05.2017 Elfride Stehle

 

Malheur beim Zahnarzt

 

Während ich auf dem Stuhle sitze

 

erhalte ich eine Betäubungsspritze,

 

denn, mir wird ein Zahn gezogen.

 

Doch plötzlich merke ich, ungelogen –

 

mein Kiefer hat sich ausgerenkt.

 

Ich frage mich, was der sich denkt?

 

 

 

Der Arzt versucht, ihn einzurenken.

 

Ich stöhne nur und kann kaum denken.

 

Ich werde überwiesen dann

 

zur Kieferchirurgie, oh Mann!

 

Der macht nicht viele Federlesen,

 

zieht kurz – das war’s dann schon gewesen.

 

 

 

Mir wird der Kiefer festgebunden,

 

bin „Osterhase“ für’n paar Stunden.

 

Und nächste Woche, welche Freude,

 

erneut ’ne Spritze, so wie heute,

 

damit der Zahn dann wirklich rauskommt.

 

Jedoch der Kiefer wird dabei geschont.

 

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26.05.2017 Markus Kohler - Ein Elfchen

 

Geboren
schon verloren
zu vielem erkoren
jetzt bin ich wiedergeboren
Autor
© Markus Kohler

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25.05.2017 Klaus Kurt Löffler

 

VERLORENER FRIEDEN

Der Geist in Furcht, in Weh und Ach.

Ich liege nächtens lange wach.

Es sieht das Auge die Gefahren,

die ständig sich da um uns scharen.

Die Erde zittert und erbebt.

Des Krieges Haupt sich schon erhebt.

Und wo der Friede sollte sitzen,

da sieht man jetzt Kanonen blitzen.

Wie soll das enden?, frag ich bange.

Wie geht das gut halt noch so lange?

So nicht der Himmel Zeichen setzt,

die Menschheit sich noch selbst ersetzt.

Da dringt ans Ohr der Glocke Klang.

Die Kirche ruft uns, Gott sei Dank.

Die Wolken werden sich bald lichten;

denn Gottes Segen wird es richten!

FRIEDENSGRÜßE!

 

(c) Klaus Kurt Löffler

 

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24.05.2017 Julia Beylouny

 

Menschliche Augenblicke

 

Mein Blick, ein Mensch im gerippten Wattenmeer:

Er würde ertrinken im Schlick, denn die Flut kehrt zurück.

 

Mein Blick, ein Mensch in unendlicher Weite:

Er würde von Stern zu Stern reisen und dabei ersticken.

 

Mein Blick, ein Mensch erfasst vom Zug:

Er würde wie der Vogel im Flug tausend Tode sterben.

 

Mein Blick, ein Mensch durch den Spiegel hindurch:

Er reist nur mit mir zurück in mein Auge.

 

Mein Blick, ein Mensch in meinem Gesicht:

Er käme nur bis zur Nase.

 

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23.05.2017 Ilona Penna..

 

Lebenshunger, unstillbar,
Gefühl aus Raum und Zeit,
die Gedanken rein und klar,
und doch der Weg soweit.

Leben, lieben, glücklich sein,
ein Wunsch aus Illusion,
Träume, Wünsche, groß und klein,
so sanft ihr leiser Ton.

Lebenshunger, bist vertraut,
such´ an jedem Ort,
schmiegst dich sanft, auf meine Haut,
Stille…jedes Wort….

 

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22.05.2017 Elfride Stehle

 

Licht

 

Einst kam es aus dem All, das Licht.

Nach dem großen Urknall, oder nicht?

Kinder erblicken das Licht der Welt,

sobald sie geboren.

Jede Mutter fühlt sich als Held,

als was Besonderes auserkoren.

Oft wird man auch hinters Licht geführt,

kurz, man wird betrogen,

oder aber auch verführt

von der Macht der Drogen.

Manch einer stellt sein Licht unter den Scheffel,

er verkauft sich unter Wert,

und will doch, trotz Gehechel,

dass er ins Licht gar wiederkehrt.

 

Auch ins Licht der Öffentlichkeit geraten

kann jeder, ganz egal warum.

Ob durch gute oder schlechte Taten –

ich sage einfach und kurzum:

mit etwas Glück endet dieser Rummel

mit Licht am Ende vom Tunnel! 

 

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21.05.2017 Sabrina Nikolai

 

Tanzendes Lächeln! 

 

 

 

Meine Seele fühlt sich schwer an.

 

Oft fragt man sich:

 

Ist das der richtige Weg?

 

Bin ich wirklich so glücklich,

 

wie ich allen sage?

 

Ich gehe hinaus

 

und erkenne das

 

selbst der Himmel weint.

 

Ich setze ein Lächeln auf

 

tanze im Regen

 

und spüre die Kälte.

 

Ich friere nicht,

 

denn die Kälte ist ein Teil von mir.

 

Habe ich schon ein Herz aus Eis?

 

Ich weiß es nicht.

 

Schweigsam und doch fröhlich.

 

Ich tanze im Regen

 

und denke nach.

 

Denke an dich und dein Lächeln.

 

Erfreue mich deines Blickes,

 

doch wird mein Herz wieder schwer.

 

Wie soll ich das ertragen?

 

Gibt es denn keinen Weg?

 

Wird es immer so sein,

 

das mein Herz nur

 

noch Trauer kennt?

 

Siehst du mich denn nicht?

 

Siehst du meine Tränen denn nicht?

 

Mein Herz gehört nur dir,

 

doch weiß es nicht weiter.

 

Ein Leben mit dir

 

so dachte ich mir,

 

wäre das Schönste

 

was es geben kann.

 

Schweigsam und allein

 

tanze ich im Regen,

 

setze ein Lächeln auf

 

und schenke es dir.

 

Ich schenke es all denen,

 

die Kummer haben.

 

Ich bin gebrochen.

 

Das Leben bleibt leer.

 

Einen Ausweg?

 

Wer kennt den schon?

 

So tanze ich ein

 

letztes mal im Regen,

 

lege meinen Kummer

 

in jeden Tropfen.

 

Verteilen sollen sie sich nicht,

 

doch weit weg

 

von meinem Herzen.

 

Fröhlich will ich bleiben

 

bis mein Herz

 

aufhört zu schlagen.

 

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20.05.2017 Helga Rikken

 

„Auf dem Küchentisch“

 

Die Gänseblümchen schau´n mich an, mit ihrem freundlichen Gesicht –

doch eines Tag´s geschah´ es dann, zu mir das „Blumenherze“ spricht. 

 

„Kamen Menschen doch daher, um uns´re Schönheit zu betrachten –

uns´re Köpfchen wurden schwer, um diese Wesen zu verachten.

 

Denn es war alsbald gescheh´n, Schritte kamen auf uns zu –

es gab für uns kein Wiedersehn, sie war dahin, die Waldesruh.

 

Im „Gefängnis“ wir benommen, mit Wurzeln sie uns heim gebracht –

zu trinken haben wir bekommen, in der Schale blühn wir Tag und Nacht.

 

Doch wenn wir eingeschlafen sind, träumen wir vom Gras, ihr Lieben –

das Leben hier, es macht uns blind, wie gern wär´n wir bei euch geblieben.“

 

„Was habt ihr nur mit uns gemacht,

nur drauß“ für uns die Sonne lacht!“

Deine Gänseblümchen

Im April 2007

 

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19.05.2017 Asmodina Tear

 

Im Oktober


Es ist gewesen im Oktober,
als du dich entschieden hast zu gehen,
meine Welt und die Träume…niemals konntest du sie verstehen.
Aber damit war es leider nicht getan,
denn deine Seele war zerrissen, verwirrt vom Wahn
und du glaubtest, du kämst an meine Flügel heran.

 

Du hast versucht, mit falschen Worten zu sprechen,
wolltest du für deine Kälte an mir rächen
und ganz nebenbei meine Seele in tausend Scherben brechen.
Vor deinem Scheitern stand das trügerische Liebesmühen,
doch niemals hast du dir selbst verziehen.
Die perverse Erregung bedeckte dich mit einer Gänsehaut,
aber in Wahrheit hat sie dir den letzten Verstand geraubt,
lautlos fallen deine Tränen in den blinden Staub,
alles zerstört an was du hast geglaubt.

 

Komm und habe den Mut, über dir selbst zu stehen,
verletze dich selber, nur um sicherzugehen
meine Augen wirst du niemals mehr leuchten sehen.
Langsam, ganz langsam reiße ich dein Trugbild entzwei,
und vielleicht wirst du erkennen die Sinnesleere deiner Schwärmerei.

 

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18.05.2017 Marion Krüger


17.05.2017 Monika Loerchner

 

Ein Gedicht über Bäume

 

Ich weiß nicht, wie Bäume leben,

sie schweben nicht, sie stehen rum.

Ich weiß nicht, wie Bäume sprechen,

wenn Äste brechen, schrei`n sie stumm.

 

Sie trinken mit den Füßen in der Erde,

atmen durch Arme in der Luft.

 

Ich weiß nicht, ob Bäume lachen,

Sie machen ja nicht wirklich was.

Ich weiß auch nicht, ob sie was wollen;

sie sollen wohl nur dies und das:

 

Die Blüten im Frühjahr begattet,

die Wiese im Sommer beschattet,

im Herbst Früchte geben

und dann… überleben.

 

Wer weiß, ob es ihnen gefällt in der Welt

wo Vögel brüten in den Ästen,

Säge summt, Biene brummt,

Menschen wüten - sie können nicht weg.

 

Doch wenn ich meine Hand nach Dir ausstrecke

und sich tief in der Decke Füße verweben

und ich Angst hab, ich träume,

wundert mich nicht mehr, dass Bäume unendlich

lang leben - wenn man sie lässt.

 

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16.05.2017 Gastbeitrag von Gabriele Auth

 

 

Selbstauskunft

Versuch in Slam Poetry.

 

Ich bin ein Frosch, doch nicht grün hinter den Ohren. Nicht unschuldig, hab dennoch das Naive nicht verloren. Sozialromantikerin par Excellence, aber denk nicht, dass du mir was vormachen kannst. Ich seh lieb aus, doch leg dich bloß nicht mit mir an. Ich bin kühl, chaotisch, neurotisch und bissig, aber voll Gefühl. Zwischen Gutmensch und böser Fee bin ich ein Ping Pong Ball, zwischen weinen und lachen und ach verdammt. Ich weiß es nicht. Ich hab wahrscheinlich einen Knall.

Ich bin die, die ich bin
wer das ist, willst du wissen?
Selbst, wenn ich es dir sage, wirst du
dein eigenes Bild von mir malen,
deine eigene Fahne auf mir hissen.

Bin Feministin, finde Frauen oft doof und kann Ismen nicht leiden. Bin spontan, aber kann mich meistens nicht entscheiden. Steh auf Sanftheit und Liebe, doch brüll zurück, wenn einer mir blöd kommt. Will geben und auch nehmen. Gehalten sein, nicht gefangen. Bin laut aber liebe das Leise, zwischen reden und schweigen, lachen und weinen will ich alles. Will nicht nur zehn Prozent, sondern hundert Prozent Leben. In voller Fahrt auf meine eigene Weise.

Ich bin die, die ich bin
wer das ist, willst du wissen?
Selbst, wenn ich es dir sage, wirst du
dein eigenes Bild von mir malen,
deine eigene Fahne auf mir hissen.

Ich bin die Leinwand für deine Projektion, für Missgunst, Neid, die Sehnsucht nach dem Vater oder Sohn, die du zu selten siehst, und dann nutzt du als Ventil deinen Hass und die Lust, mich kleinzumachen. Greif zu. Nimm, was du brauchst und filz aus bunter Wolle dir dein eigenes Bild von mir. Ein wuscheliges Feindbild hübsch verziert nach deiner Facon. Ich weiß genau, das ist für dich nicht schwer. Glaub mir, ich würde lachen, wenn’s nicht so traurig wär’.

Ich bin die, die ich bin
wer das ist, willst du wissen?
Selbst, wenn ich es dir sage, wirst du
dein eigenes Bild von mir malen,
deine eigene Fahne auf mir hissen.

Ich bin eine Sammlung von Facetten. Für den Satz dank ich meinem Sohn, ein Künstler und Wortakrobat. Danke auch für seinen Freigeist, ein besserer Lohn für mich, als der verdammte Muttertag. Und seinen Schwestern dank ich für den Humor und für ihr Lachen, das mich wärmt und mir behagt, wenn mir der Hagel ins Gesicht fegt oder Zweifel an mir nagt. Ach und der eine, der große Kleine, auch ein Klangartist und ein Reimer,  ein Sohn, aber nicht meiner. Dem danke ich für seine frohe Kraft und seinen Sonnenmut. Wie seinem Vater. So weit so gut.

Ich bin die, die ich bin
wer das ist, willst du wissen?
Selbst, wenn ich es dir sage, wirst du
dein eigenes Bild von mir malen,
deine eigene Fahne auf mir hissen.

Bin Familienmensch, ich lieb sie alle, doch will ständig meine Ruh, um statt zu chillen, nur zu wuseln, konfuses Zeug zu denken und den Wald vor Bäumen nicht zu sehen. Bin oft beschränkt und kann mich nicht beschränken. Bin schüchtern, linkisch, maulfaul, soll öffentlich ich sprechen, doch hör nicht auf zu quasseln, nehm den Mund zu voll, wenn einer wirklich mit mir redet über das Leben, über den Tod. Den Sinn und alles das dazwischen. Wenn wir dem Schicksal ein paar Stunden aus der Tasche klauen. Für Momente denken, wir könnten ihm entwischen, uns dann trennen und wieder eigene Wege gehen bis auf ein nächstes Mal, oder uns niemals wiedersehen.

Ich bin die, die ich bin
wer das ist, willst du wissen?
Selbst, wenn ich es dir sage, wirst du
dein eigenes Bild von mir malen,
deine eigene Fahne auf mir hissen.

Hippie-Else hat jemand mal zu mir gesagt. Was solls, ich steh dazu, dass ich hennarote Haare und bunte Freundschaftsbändchen mag. Trag trotzdem meistens schwarz und grau. Du schimpfst mich Gutmensch, ich nenn mich fair. Es geht nicht um Klamotten, es geht um unser Wesen, deins und meins, ums Leben, um Bewusstsein, Liebe und noch mehr den Flow, der unsere Herzen tanzen lässt. Um alle für einen, und dass man da ist und versteht, wenn sich jemand in sich selbst verirrt. Nenn mich ruhig irre, lach mich aus. Ich bleib bei mir und lache mit, bin gern verrückt und stolz darauf.

Ich bin die, die ich bin
wer das ist, willst du wissen?
Selbst, wenn ich es dir sage, wirst du
dein eigenes Bild von mir malen,
deine eigene Fahne auf mir hissen.

Wirke oft ungerührt, arrogant und unantastbar, bin aber bloß scheu. Und wer mich wirklich berührt, den werd ich nicht verlassen. Bleibe treu, selbst wenn du gehst. Bin lautlos noch bei dir, egal wohin der Wind dich weht und nenn dich Freundin oder Freund. Es sind nur wenige, die diesen Namen tragen. Obwohl ich manchmal in der Menge bade, scheint Berührung ein rares Phänomen. Genug. Die Reihe ist an dir, die Schubladen zu öffnen. Ich sitz in allen und pass in keine. Bin Freundin, Feindbild, Mutter, Frau. Ein Biest. Einfach ein Vogel, der vorüber fliegt und leise seine Krallen über deine Kopfhaut zieht.

Ich bin die, die ich bin
wer das ist, willst du wissen?
Selbst, wenn ich es dir sage, wirst du
dein eigenes Bild von mir malen,
deine eigene Fahne auf mir hissen.

 

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15.05.2017 Petra von Effenberg

 

Kann Dich nicht vergessen

 

Kann Dich einfach nicht vergessen

Fühl Dich immer noch ganz nah

Glaub es ist nicht zu vermessen

Nachdem was zwischen uns geschah

Hab Dir alles längst vergeben

Denk an Dich, schon klopft mein Herz

So viel geschieht in unserem Leben

Tief empfundener Seelenschmerz

Nur der Mond weiß was wir fühlten

Welche Macht das Herz zerbrach

Lieblose Worte uns aufwühlten

Endlose Leere kam danach

Schicksal allein hat darauf Einfluss

Magie zieht mich in Deinen Bann

Spür noch unseren ersten Kuss

Wir sehen uns wieder...

Irgendwann…

 

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14.05.2017 - Muttertag

... und heute gibt es einen lyrischen Blumenstrauss, gebunden von Wiebke Worm, Bodo Gerlach, Barbara Dölker, Rudolf Köster und Linda Marie Haupt.

 

Wiebke Worm

 

Gedanken zum Muttertag

 

Mutter bedeutet Liebe und Wärme.

Selten ist das anders, aber es kommt vor.

 

Mutter bedeutet Leben,

das ist immer so!

 

Muttertag ist ein Tag, der nicht nur einmal im Jahr stattfinden sollte,

und das, zur Beruhigung des Gewissens, verbunden mit Kommerz.

 

Jeden Tag an die Mutter denken,

auch, wenn man sich nicht jeden Tag hört oder sieht.

 

Jeden Tag die Mutter ehren,

auch, wenn man sich nicht jeden Tag umarmt.

 

Jeden Tag die Mutter schätzen,

auch, wenn es nicht eine leibliche ist.

 

Der Mutter sagen, dass man sie liebt, es ihr zeigen.

 

Dies, durch kleine Gesten,

die oft viel mehr Wert sind, als große Worte.

 

Ein Lächeln.

Für einander da zu sein,

zuhören,

die Hand halten, wenn es nötig ist.

 

Das ist für mich die Bedeutung von jedem Tag,

denn jeder Tag ist ein Muttertag. 

 

 

Bodo Gerlach

 

Muttertag

 

Mütter sind

einzigartig.

 

Neun Monate leisten sie

Schwerstarbeit.

 

In den ersten Jahren danach

bekommen sie kaum

ihren notwendigen

Schlaf.

 

Meist hat

der Partner

kein Verständnis,

wenn sie mal sagt,

keine Zeit.

 

Bei dem Versuch,

Job und Familie

untern einen Hut

zu bringen,

lässt sie ihre

ganze Kraft.

 

Wer sagt einfach mal

danke?

 

Was bekommt sie

von ihren Kindern

zurück?

 

Ihr wahrer Wert

wird meist zu spät erkannt,

wenn sie nicht mehr kann,

wenn sie tot ist.

 

Es ist angezeigt,

Muttertag

zu feiern.

 

 

Barbara Dölker

 

Muttertag – Flieder

 

Es mag im Mai 1950 gewesen sein. Es verspricht ein schönes Wochenende zu werden. Morgen ist Muttertag. Mama möchte kein Geschenk, nur Gesundheit. Am späten Nachmittag. Die Schule endete um 11 Uhr. Hausaufgaben sind am Wochenende keine zu erledigen, welch ein Glück! Die Nachbarstochter Elfriede und ich haben ein Geheimnis: Wir wissen, wo der Mütter Lieblingsblumen im Überfluss wachsen. Über die Wiese von Bauer Kley, entlang dem Schlackeplatz vom Sportplatz, am Notausgang vom Lindenbad vorbei, dann den steilen Abhang hoch. Dort, hinter der Stütz- und Schutzmauer an dem Weg, den man früher Lindard nannte, nahe der Molkerei stehen sie in ganzer Pracht: Fliederbüsche in voller Blüte! Niemand außer uns Beiden scheint sie zu kennen. Gut so, da haben Elfriede und ich freie Auswahl. Weiß und lila prangen uns die Blüten entgegen. Wir wissen gar nicht, welche der herrlichen Zweige wir schneiden sollen. Also, hinein in die blühende, duftende Pracht und frisch ans Werk! Jeder hat den Arm voll prächtiger Blüten. Unsere Nasen können wir nicht tief genug in die duftende Fülle senken, es ist wie ein Rausch, der uns junge Kinder überkommt.

 

Wir laufen ohne anzuhalten unserem Zuhause entgegen. Dort verstecken wir die Zweige und freuen uns schon heute auf die hoffentlich strahlenden Augen der Mütter morgen früh.

 

 

Rudolf Köster

 

Muttertag

oder

„364 : 1“

 

Jeden Morgen früh aufsteh’n,

erst mal nach den Kindern seh’n,

Windeln waschen, Wäsche machen,

Putzen, Kochen und die Sachen

immer neu in Ordnung bringen,

und dann noch vor allen Dingen

fröhlich bleiben, lieb und schön

neben dem Beruf-Nachgeh’n!

 

(„Halbe Stelle ist es ja

lediglich!“, scherzt der Papa,

wenn er ihr die Blumen schenkt,

falls er überhaupt dran denkt,

am zweiten Sonntag, wenn im Mai

ihr offiziell zu danken sei!)

 

Dieser Tag, er schmeckt mir schal,

wenn ansonsten ganz egal

Kindern ist, was Mutter schafft

– oft am Ende ihrer Kraft –

sonst im Jahr mit Müh’ und Plag’,

Tag für Tag als MUTTERTAG!

 

 

Linda Marie Haupt

 

Muttertag

 

Woran denkst du, wenn du Frühling hörst, sag?

Denkst du auch an den Muttertag?

Ich werde traurig sein, an diesem Tag,

weil ich die Meine nicht mehr hab.

 

 

Vom Himmel oben, da schaut sie herab,

an diesem, wie an jedem Tag.

Sie ist seit vielen Jahren nicht mehr hier, bei mir,

doch bin ich für alles sehr dankbar ihr.

 

Sie schenkte mir das Leben, gab Liebe Tag für Tag,

sie tat alles, was nur eine Mutter vermag.

Sie hat mich getröstet, hat mit mir gelacht,

und viele verrückte Dinge gemacht.

 

Nur von kurzer Dauer war unser Glück,

dann ließ sie mich alleine zurück.

Sie ging voraus, ging in das Licht,

doch vergessen? Nein, das habe ich sie nicht!

 

Freude wollen wir zum Muttertag schenken

und ganz besonders an sie denken,

Meine Mama ist nun nicht mehr hier,

aber ich trage sie im Herzen bei mir.

 

Liebe Mama, ich danke dir,

denn ohne dich, da wär ich nicht hier.

Ich bin sicher, du hörst dort oben mich,

du hörst, wenn ich sage: „Ich liebe dich!“

 

 

Karin Biela

 

Mutter

 

Sie schenkte mir bei meiner Geburt das Leben,

später konnte sie milde meine Fehler vergeben.

Sie sorgte sich um mich auch in schlechten Tagen,

sie litt, bei meinem, oft abenteuerlichem Wagen.

Immer hatte sie ein liebes Wort und offenes Ohr

Ich bin in tiefer Trauer, weil ich sie für immer verlor!

Doch weiß ich, dass sie von Engels-Flügeln getragen,

so möchte ich ihr „Danke“ für ihr großes Herz sagen…

Rote Tulpe - © Wiebke Worm
Rote Tulpe - © Wiebke Worm

13.05.2017 Markus Kohler

 

Schreiben

 

Lass mich verweilen

Mit ein paar Zeilen

In Dir und Deiner Seele

Dich nicht mit Worten quäle

Will Dich entführen in eine Welt

Wie sie Dir hoffentlich gefällt

Ich fülle dieses Blatt Papier

Und schenke es dann Dir

Geb´ Dir Worte an die Hand

Wie ich sie selber in mir fand

Lass Du Dich fallen, lass Dich gehen

Bis wir uns in dem Buch dann sehen

Hab für Dich, mein Leser, doch geschrieben

Und Du, Du bist mir treu geblieben

Danke

 

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12.05.2017 Sabrina Nikolai

 

Lustvolle Begierde

 

Hast du es gesehen?

Dort das helle Licht.

Es sah aus wie eine Sternschnuppe.

Wunderschön !

Meine Neugierde wurde geweckt.

Ich suche den Stern,

doch ohne Erfolg.

Traurig schaue ich zu Boden.

Eine Stimme erklingt.

Was ich sah raubte mir den Atem.

Ein Mann,

so wunderschön und verträumt.

Seine dunklen Haare wehen im Wind.

Sein Duft weht in meine Richtung.

Ich atme tief ein um ja nichts zu verpassen.

Ich ging auf dich zu,

lächelte dich an.

Kann meine Augen nicht von den deinen lösen.

Braun und weich blicken sie mich an.

Der Moment bleibt stehen,

um mich herum nehme ich nichts mehr wahr.

Eine ungewöhnliche Stille tritt sein,

doch du lächelst mich an.

 

Deine Hand greift die meine,

deine Lippen berühren meine Stirn.                          

 

Sacht und wissend.

Wissend, dass wir unsere Hoffnung sind.

Wissend, dass wir der Halt des anderen sind.

Mein Körper fängt an zu beben.

Jeder Gedanke an dich raubt mir den Verstand.

Will bei dir sein,

deinen Atem spüren.

Unsere Lust wird auf Wellen getragen.

So wiegen wir sanft hin und her.

Meine Augen ruhen weiter auf dir,

schauen an deinem Körper hinunter.

Meine Lust überkommt mich.

Gefühle die ich nie zuvor gespürt habe,

bahnen sich ihren Weg.

In deine Arme will ich sinken.

Dir soll meine Seele gehören.

Sanft küsse ich dich.

Lasse meinen Gefühlen ihren Lauf.

Tief umschlungen genießen wir den Moment,

einen Moment, der für uns die Ewigkeit bedeutet.

Die Sehnsucht nach Dir,

nach deinem Körper und deiner Wärme steigt.

Nichts kann uns dieses Gefühl nehmen.

 

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11.05.2017 Angelika Groß

 

MoriTat der Puppette

 

 

 

komm Puppette

 

etwas näher

 

zu mir

 

 

 

was schaust du

 

ängstlich

 

vertraut

 

bin ich dir

 

 

 

komm Puppette

 

wie hübsch

 

du doch bist

 

setz dich

 

sei brav

 

bevor man dich vermisst

 

 

 

komm Puppette

 

was liegt auf

 

deinen Schenkeln

 

das ich sie

 

nicht kann sehen

 

 

 

zieh hinauf

 

dein Leibchen

 

jetzt ist

 

es wunderschön

 

 

 

Puppette Puppette

 

zier dich nicht

 

bist so klein und fein

 

 

 

süße Puppette

 

wie köstlich

 

du doch schmeckst …

 

Puppette

 

nun sei

 

endlich still

 

bevor du erweckst

 

in ihrem

 

Schlafgemach

 

die Eltern

 

 

 

Puppette Puppette

 

ich halt dir zu

 

den Mund

 

nun hab ich meine Ruh

 

auf das du verreckest

 

 

 

was diesem Kind gebricht

 

war die Seele nur

 

ob es ein Unglück war

 

fragt im Stillen

 

sich kein Mensch

 

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10.05.2017 Petra von Effenberg

 

Im nächsten Leben

 

 

Egal wann Du mich zuletzt geküsst

 

Und mir die Nacht damit versüßt

 

Egal wann ich  lag in deinem Arm

 

Seelennah und Herzenswarm

 

Egal wann Du geflüstert in mein Ohr

 

Worte der Liebe,  wie nie zuvor

 

Egal wann wir uns heiß umschlungen

 

Von Lust und Liebe tief durchdrungen

 

Sehn mich nach Dir, im Jetzt und Hier

 

Wünschte Du wärst ganz nah bei mir

 

Doch kann es niemals  sich erfüllen

 

Kannst mich nie mehr in Liebe hüllen

 

Wie sehr mein Herz sich auch verzehrt

 

Bist in geistigen Welten, weit entfernt

 

Von Licht und Liebe sanft umgeben

 

Wir treffen uns … im nächsten Leben.

 

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09.05.2017 Barbara Dölker

 

Mein Eldorado

 

Mein Eldorado finde ich in Worten und Gedanken.

Es mußte nur entdeckt werden.

Goldene Worte und viel Blech

sind unter Unnützem verborgen.

Jenseits aller Vernunft kann ich träumen.

Von Nimmerland, Schlaraffenland und Garten Eden.

Will ich wirklich dort sein?

Mag ich nicht doch lieber im Diesseits bleiben

mit Träumen und Wünschen?

Im Schlaraffenland bleibt sicher kaum Raum

für Hoffnung und Entfliehen.

Jenseits der Stille ist ein aufregendes Leben.

Am Rande des Paradieses steht ein großes Schild:

 

EINTRITT VERBOTEN!

 

Da bleibe ich lieber hier und lasse meiner

Phantasie freien Lauf!

 

Was wäre wenn:

 

Ich keine Wünsche mehr hätte?

Niemals mehr reisen über Länder und Kontinente,

über Wälder und Landschaften.

Zauberhafte Gärten kreuzen meinen Weg.

Vogelgezwitscher begleitet mich.

Sonnenstrahlen wärmen meine erstarrten Glieder.

Eine Katze maunzt herzerweichend.

Ein Hund winselt vor Freude.

Finde ich all Das im Paradies?

Kann ich mich so sehr freuen,

wenn ich wirklich dort sein sollte?

 

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08.05.2017 Rudolf Köster

 

Auf den Spuren Wilhelm Buschs

 

Wer auch immer sich daran macht, Verse zu schmieden, sollte vorher bei diesem Großmeister der Kleinkunst in die Schule gehen. Es ist ja nicht nur sein genialer Zeichenstift, sondern vor allem sein Umgang mit Rhythmus und Klang in der Sprache, die seine Versdichtung so unverwechselbar macht.

 

Ein besonders schönes Beispiel Busch’scher Paarreime ist sein Naturgeschichtliches Alphabet für größere Kinder und solche, die es werden wollen. Ganze Generationen konnten es auswendig hersagen, und wer kennt nicht zumindest die ersten Zeilen dieses fröhlichen Versgedichts:

 

 

 

Im Ameishaufen wimmelt es,

 

der Aff' frißt nie Verschimmeltes.

 

Als inhaltliches Gerüst dienen Busch hier Tiere und zugeordnete Eigenschaften. Lasst Euch (wie ich) von dem beschwingten Sprachrhythmus und der Struktur der Verse anstecken! Fragt Euch dann, was man den einzelnen Gliedern einer Gruppierung (Städte, Länder, Flüsse, Tiere, Pflanzen,  usw.) zuordnen könnte (Eigenschaften, Tätigkeiten, ...).

 

Im folgenden Beispiel habe ich z. B. unter dem Suchbegriff Berufe nach (scheinbar!) berufstypischen sprachlichen Beschreibungen des Sterbens gesucht, was dann in der Doppeldeutigkeit seine heitere Note bekommt.

 

 

Alphabet des standesgemäßen Sterbens

 

 

 

Den Anwalt zieht es matt und zag

zum Gericht am Jüngsten Tag.

 

Gut ist der Beamte dran,

der ganz sanft entschlafen kann.

 

Ein Chirurg, der sterben muss,

erlebt so selbst den Exitus.

 

Ruft Gott den Dieb zum Letzt-Rapport,

stiehlt der sich klamm und heimlich fort.

 

An seinem allerletzten Tag

trifft den Elektriker der Schlag.

 

Zuletzt spielt jeder Fußballstar

unterm Rasen ganz und gar.

 

Gynäkologen, das macht Sinn,

scheiden letzten Ends dahin.

 

Schlägt für Historiker die Uhr,

sind auch sie Geschichte nur.

 

Ein Illustrator wird vermisst,

wenn er vom Tod gezeichnet ist.

 

Am Ende kommt der Jägersmann

in seinem ew’gen Jadgrund an.

 

Der Koch gibt auf dem Weg zum Grab

letztendlich seinen Löffel ab.

 

Den Lehrer man zu Grabe trägt,

wenn sein letztes Stündlein schlägt.

 

Der Maurer wandelt zum Gerippe

mit einem Sprung sich von der Schippe.

 

Dem Näher wird – genug gelitten –

der Lebensfaden abgeschnitten.

 

Woll’n Orgelbauer nicht mehr leben,

dann geh’n sie flöten schnell mal eben.

 

Das Leben aus der Putzfrau zischt,

wenn es ganz plötzlich sie erwischt.

 

Ein Querulant, der plötzlich fehlt,

hat fraglos endlich auskrakeelt.

 

Für Rabbis ist es vorgesehen,

dass sie über’n Jordan gehen.

 

Der Spachtelfabrikant kratzt ab

auf seinem Weg hinab ins Grab.

 

Ein Schaffner in das Jenseits fliegt,

wenn er in letzten Zügen liegt.

 

Der Straßenkehrer fegt nie wieder,

steigt letztlich er zum Orkus nieder.

 

Der Turner fragt sich ganz erschreckt,

ob er am Ende gar verreckt.

 

Es werden, wenn es zu sehr zwickelt,

Unternehmer abgewickelt.

 

Wenn Vogelkundlers Sein sich neigt,

ist „Flatter machen“ angezeigt.

 

Als Weitspringer weiß ein Athlet,

dass am Ende hops er geht.

 

Xanthippen kreischen – schrill dabei –

noch einmal einen letzten Schrei.

 

Beim finalen Abtransport

geh’n Yachtbesitzer still von Bord.

 

Auf dem Weg zur ew’gen Ruh

schließt der Zyklop sein Auge zu.

 

Aus:

Mein kleines Verskompendium

(Plaudereien eines leidenschaftlichen Verseschmieds)

 

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07.05.2017 Ulli Kammigan

 

In der Hamburger Speicherstadt in der Hafen-City gibt es ein Gewürzmuseum, das »Hot-Spice-Gewürzmuseum«. Eine gute Freundin von mir, Helga, war dort als »Mädchen für alles« beschäftigt, sie kassierte, leitete Einzel- und Gruppenführungen, ja sogar Schulklassen, erklärte die Gewürze und im Winter bereitete sie für die Besucher Glühwein zu, denn der Speicher war nicht beheizt. Das folgende Gedicht widmete ich ihr damals zu Weihnachten.

 

Ode an Hot-Spice

 

Ein Wortspiel mit Gewürzen und Kräutern

 

 

Wenn die Pfeffersäcke Paprika-Schoten reißen,

 

Wenn nackte Zwiebeln in die Kartoffelaugen beißen,

 

Wenn nicht nur der türkische sondern auch der Kardamom blüht,

 

Wenn der Rotwein auf dem Chili-Feuer glüht,

 

Wenn Bohnenkraut und Nelken

 

In Jute- und anderen Säcken welken.

 

Wenn Basilikum im Plural als Basilika,

 

Peter und Silie vereint vor dem Altar,

 

Wenn sie, hochschwanger mit dem Sohn,

 

dem Wunschkind namens Estragon,

 

das Gespött ist der Gäste untereinander,

 

denn jeder weiß, das Kind ist von Koriander.

 

Wenn solch Peinlichkeit macht sogar den Holder wach,

 

Und er als Wacholder denkt drüber nach,

 

Warum der Lorbeer einen Eisbär liebt

 

Und ihm seinen Liebstöckel zu sehen gibt.

 

Wenn nicht Sellerie so dann und wann

 

Sondern Majoran törnt den Major an,

 

Wenn der Mandarin steht auf Rosmarin,

 

Und die Zitronen über den Curry herzieh’n

 

Wenn die Kaper sich das Origanum kapert,

 

Weil es ihr ständig an Thymian hapert.

 

Wenn der Safran die Gelbsucht kriegt,

 

Weil er preislich alle besiegt.

 

Wenn Muskelkater die Muskatnuss plagt

 

Und sie sich kaum an den Muskateller-Rand wagt,

 

Von dem sie am Abend zu viel hat getrunken

 

Nachdem ihr die Marinade Ade hat gewunken.

 

Wenn der Knoblauch jammert: »Ach und Wehe!

 

Der Schnittlauch schnitt mir in die Zehe!«

 

Wenn der Zimt sagt: »Das stimmt!«

 

Und sich eine Vanille-Stange nimmt

 

Und damit in die gleiche Kerbel haut,

 

Dass es dem Beifuß vor seinem Fußpilz graut.

 

Wenn er also stramm bei Fuß steht

 

Sonst aber alles drunter und drüber geht,

 

Dann packt Helga ihre Sachen ein,

 

Lässt Kräuter und Gewürze einfach allein.

 

Denn – wie ein jeder weiß,

 

‘s ist Feierabend im Hot-Spice.

 

Ol’ Spice Man Ulli Kammigan, Dez. 2002

 

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06.05.2017 Petra von Effenberg

 

Im Abendwind

 

 

Romantisch laue Sternennacht

 

Hand in Hand mit Dir verbracht

 

Ist es  Liebe, frag ich mich?

 

Blick der Wahrheit ins Gesicht

 

Schau tief in klare grüne Augen

 

Soll ich‘s wagen zu vertrauen?

 

Sagst, wir sind uns seelisch nah

 

Du seist immer für mich da

 

Glaubst offenbar  mich zu besitzen

 

Nur durch dein Sein zu unterstützen

 

Wenn Du auch scheinbar interessiert

 

So manch Verhalten  irritiert

 

Sind wir der Spiegel unseres Selbst

 

Egal ob es dem Ich gefällt?

 

Was es auch ist, uns Zwei verbindet

 

Tief in der Seele sich befindet

 

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05.05.2017 Marion Krüger


04.05.2017 Asmodina Tear

 

Silberstern

 

Es ist schon Abend und die Stille bricht langsam herein

In meinem Zimmer sitze ich ganz allein

und schalte zögernd den Computer ein

wirst du heute Abend erreichbar sein?

 

Ich betrete die virtuelle Ebene, das Fenster blinkt

Ein Lächeln erhellt meine Züge, ich freue mich wie ein Kind

Durch das offene Fenster singt leise der Wind

und ich weiß, dass ich in diesem Augenblick glücklich bin

 

Draußen leuchten leise die Sterne

Sie sind wie du in weiter Ferne

und dennoch berühren sie mein Herz

doch der Schönste bist du, mit dem silbernen Glanz

 

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03.05.2017 Klaus Kurt Löffler

 

Himmelsrauschen

 

Höre ich des Himmels Rauschen,

öffnet sich der Wolkenblick,

kann man nur ergriffen lauschen

und der Friede kehrt zurück.

 

Die Natur ist allgewaltig.

Herrlich ist des Frühlings Pacht.

Und das Leben, ja so schalt ich,

ist zum Freuen nur gemacht.

 

Lasst uns Dasein halt genießen.

Nutzen Zeit, die uns geschenkt.

Gnade wird ins Herz uns fließen,

wo das Denken ist beengt.

 

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02.05.2017 Angelika Groß

 

Sinnbild

 

Sinnlos

der Kopf

hart die Gefühle

ist Sarkasmus in pur

sinnend

 

sinnend

überlegen ob

es weitergeht

einzig die Natur zerschmilzt

den Schmerz ertragen immer

verrinnt

 

verrinnt

kein Tag

vergeht suchend den

Sinn des Lebens finden

erlöst

 

erlöst

langsam

zu spüren

welches Geschenk es

im Leben bringen kann

 

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01.05.2017 Bodo Gerlach

 

Gewitter

 

 

 

Dunkle Wolken türmen sich auf,

 

aus leichter Brise wird ein Wind.

 

Wanderer, nimm den Stab und lauf,

 

such ein schützendes Dach, geschwind.

 

 

 

Schon fängt es leis zu grummeln an,

 

eine Bö verdrängt die Hitze.

 

Der Wind erhebt sich zum Orkan,

 

in der Ferne grelle Blitze.

 

 

 

Der Himmel nun schwarz wie die Nacht,

 

Regen prasselt nieder mit Wucht.

 

Rund herum es donnert und kracht,

 

unmöglich die Rettung durch Flucht.

 

 

 

Da, noch ein letzter Donnerschlag,

 

Regen und Sturm ziehen weiter.

 

Das Dunkle weicht zum neuen Tag,

 

farbig grüßt die Himmelsleiter.

 

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Elfchenwoche 24.04.2017 bis 30.04.2017

Was ist ein Elfchen und seit wann gibt es sowas?

Lt Wikipedia folgendes:

Ein Elfchen ist ein kurzes Gedicht mit einer vorgegebenen Form. Es besteht aus elf Wörtern, die in festgelegter Folge auf fünf Zeilen verteilt werden. Für jede Zeile wird eine Anforderung formuliert, die (je nach gegebenenfalls vorhandener didaktischer Vorgabe) variiert werden kann.
Das Elfchen wurde in den 1980er Jahren im Amsterdamer Taaldrukwerkplaats erstmals in den Niederlanden eingeführt. 1988 wurde es auf einem Workshop zu kreativem Schreiben in Aachen von Jos von Hest vorgestellt und deutschsprachigen Pädagogen bekannt gemacht.


30.04.2017 Zum Abschluß der Elfchenwoche

 

Markus Kohler Text

(Sein erstes Elfchen überhaupt)

 

 

Laut

 

schwankende Männer

 

ziehen den Wagen

 

dröhnende Musik in Straßen

 

Mai

 

 

 

Wiebke Worm Zeichnung

(Als Überraschung für Markus ;) - meine bisher dritte Karikatur, vom Text inspiriert, keine Vorlage, ausser dem Elfchen)

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29.04.2017 Heike S. Rogg

 

 

Braun

Es brodelt

Zutaten wirbeln durcheinander

Nur noch eine Stunde

Linsensuppe

 

 

 

 

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28.04.2017 Heike S. Rogg

 

Grau

der Himmel

Depressionen kommen,gehen

Doch, dort ein Sonnenstrahl

April

 

© Heike S. Rogg

 

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27.04.2017 Susanne Schmid-Milder Lillie

 

Hundertprozent

Verlässlicher Brandungsfels

Immer zur Stelle

Feuerwehrschnell,  hilfsbereit und liebenswert

( Mein) Patenonkel

 

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26.04.2017 Wiebke Worm

 

 

Chaos

Wohnung voll

Endlich mal ausmisten

Ich bekomme wieder Luft

Befreiung

 

***

 

Kinder

Spielen zusammen

Lautes Lachen ertönt

Es wird Seil gesprungen

Kindheitserinnerungen

 

***

 

Dance

Laughing sun

Everything is moving

You feel the rhythm

Sundance

 

 

 

Sonnenstrahlen

 

Sind warm

 

Die Welt erwacht

 

Ich genieße diese Zeit

 

Frühling

 

 

 

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25.04.2017 Elfride Stehle

 

 

LEBENSKRAFT (Elfchen)

 

 

NATUR

erwacht langsam

kommt in Bewegung

Knospen beginnen zu sprießen

Kraft

 

KRAFT

der Sonne

ist zu spüren

sie steigt immer höher

Tage

 

TAGE

werden länger

Wärme der Sonne

gibt den Pflanzen Kraft

Frühling

 

FRÜHLING

kommt näher

kann ihn riechen

kann ihn kaum erwarten

Sehnsucht

 

SEHNSUCHT

 

nach Sonne

nach bunten Blumen

nach Feiern im Garten

LEBENSKRAFT

 

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24.04.2017 Bodo Gerlach

 

Frühjahrsputz

 

Sonnenstrahlen

Staub wischen

in allen Ecken

alles muss wieder blitzen

Frühjahrsputz

 

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23.04.2017 Sabrina Nikolai

 

Hoffnung meines Herzens

 

Die Nacht legt sich zur Ruhe.

Friedlich schließe ich meine Augen,

erinnere mich an den Tag,

erinnere mich an deine Augen.

 

Dein Lächeln begleitet mich in den Schlaf.

Die Ruhe kommt nun auch über mich.

Deine Nähe ist eine Wohltat

und deine Arme sind meine Harmonie.

 

In der tiefen Nacht,

wenn die Träume erwachen,

bist du an meiner Seite.

Keine Ängste,

keine Sorgen

und kein Augenblick,

der mich zweifeln lässt.

 

Mit friedlicher Seele liege ich neben dir,

atme deine Geruch ein und lächel.

Deine Anwesenheit ist meine Hoffnung

und meine Hoffnung soll unsere Liebe sein.

 

Jeden Morgen erblicke ich dich,

schenke dir ein Lächeln

und starte in den Tag.

 

Deinen Kummer teile ist stets.

Schenke dir mein Herz und meine Liebe.

Möge sie dich halten und stützen,

denn stets wird unser Lächeln

unser Vertrauen ineinander sein.

Von heute bis in alle Ewigkeit !

 

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22.04.2017 Marion Krüger

 

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21.04.2017 Maja Vandenwald

 

Zeitkreis

 

Gefangen in der Raumzeit sind wir wohl –

die Zeit, sie läuft für uns nur stets voran.

Gedanken aber, sowohl schlecht als wohl,

gelangen von uns überallhin an.

 

Drum achte dessen, was du denkst,

denn alles, was du dachtest, wird gesendet,

so dass du dieses allen Zeiten schenkst,

und manches, Gott sei Dank, zum Guten wendest.

 

Was deine Ahnen damals dachten,

und das, was deine Kinder denken werden –

ist das, was uns zu Menschen machten,

so wie wir heute sind und später werden.

 

Vergangenheit und Zukunft, alles da –

nichts geht im Zeitkreis je verloren.

Ist eigentlich doch wirklich wunderbar,

Gedanken sterben nie, sie werden stets geboren.

 

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20.04.2017 Roland Moser

 

Die Liebe …

 

Die Liebe ist, man glaubt es kaum,

viel schöner noch als nur ein Traum.

Manchmal bleibt sie ein ganzes Leben lang.

Was sie nicht mag, das ist der Zwang.

Leicht, wie eine Feder, mal Bittersüss, mal Süssbitter,

zuweilen unbefangen Frei, dann wieder hinter Gitter.

 

Gepflegt mit Achtsamkeit nur kann sie gedeihen,

doch zerbrechlich bleibt sie, bis zum Verzeihen.

Ein Unglück wär`s, wenn es sie nicht giebe,

diese wunderbare, grenzenlose, schöne Liebe.

Die Liebe, einmal verloren, wünscht man sie zurück,

und sei es nur für einen Augenblick.

Die Liebe doch, ist schnell, so fern,

geht wie die Zeit voran zum nächsten Stern.

Ist wie Tag und Nacht, hat keine Grenzen,

fliesst wie Wasser, brennt wie Feuer bis zum Schmelzen.

Findet sich in jedem Strauch, in jedem Triebe.

In Blumen blüht sie in allen Farben der Liebe.

Ein Unglück wär`s, wenn es sie nicht giebe -

diese wunderbare, grenzenlose, schöne Liebe.

 

© Roland Moser Text und Foto

 

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19.04.2017 Maruschya Markovic

 

 

Zauber der Harfe

 

Der keltischen Harfe lausch ich still,

 

die alte Sagen mir erzählen will.

 

Wie eine Perle schimmert weich jeder Ton.

 

Sie bewegen und verzaubern mich schon.

 

Wasserklangtropfen berühren mich,

 

ganz einzigartig jeder für sich.

 

Dann umhüllen sie mich wie Nebel so fein,

 

ich ströme selbst in die Töne hinein.

 

Aus klaren Klangseen tauche ich auf

 

und fliege mit der Töne luftigem Lauf,

 

entschwebe auf duftigen Wolkengebilden,

 

um mich zu verlieren in den Sagengefilden ...

 

 

 

© 2017 Maruschya Markovic

 

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18.04.2017 Klaus Kurt Löffler

 

GuteFahrt!

 

In der Gezeitenschleife

 

strebt der Mensch nach innerer Reife.

 

Wächst und reichert Wissen an,

 

das er dann gebrauchen kann.

 

Doch das Wissen will nichts nützen,

 

wird es nicht die Seele stützen.

 

Zu viel Ballast kann nur schaden,

 

ist das Schiff zu voll beladen.

 

Achte, dass die Ladung stimmt,

 

wer das Schiff zum Starten trimmt.

 

Sichtet und trefft gute Wahl.

 

Dann wird Ausfahrt nicht zur Qual.!

 

© Klaus Kurt Löffler

 

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17.04.2017 Wiebke Worm

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16.04.2017 Ostersonntag und eine mini Osterüberraschung, da wir heute zwei lyrische Werke zeigen werden. Adele Stein und Angelika Groß

 

 

1) Adele Stein

 

Osterspaziergang 2.0

 

(am schönen Möhnesee)

 

Von der Garage befreit sind Räder und Bleche,

 

Da erzittert des Frühlings holder Blick,

 

Von wegen grünes Hoffnungsglück!

 

Alles fährt Ihhh-Bike – aus Altersschwäche?

 

Da wünscht man sich glatt den Winter zurück.

 

Dazwischen mein Johan und ich fliehend, nur „Platz da!“ - Schauer angesichts des Verweises,

 

In Scharen „radeln“ sie über die grünende Flur; Dazwischen duldet man nichts Leises

 

Überall regt sich Fitness und Streben,

 

Alle wollen sich wieder beleben;

 

Doch an Rücksicht fehlt's im Revier,

 

Na, man hat ja das sportliche Outfit dafür.

 

Verlassen wir die Möhne-Höhen

 

Um in die Stille zurückzugehen?

 

Zuvor kehr'n wir beim Torhaus ein;

 

Zu viel Gewimmel, man kommt gar nicht 'rein!

 

Was wollen Die! Alle! Hier!, von nah und von fern?

 

Glaubst du, sie feiern die Auferstehung des Herrn?

 

Mittendrin in dem Getümmel,

 

Ist nicht meines Johans Himmel,

 

Hier zufrieden jauchzen? Nein!

 

Er ist mehr Mensch, wenn er allein.

 

© Adele Stein

 

 

2) Angelika Groß

 

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15.04.2017 Petra von Effenberg

 

Frühling

 

 

 

Am Himmel braut es sich zusammen

 

Mir scheint es liegt schon in der Luft

 

Wolken ziehen weich von dannen

 

Frühling verbreitet seinen Duft

 

Gefühle unaufhaltsam drängen

 

Blüten bunt aus Knospen sprießen

 

Süßes  sehnsuchtsvolles  Verlangen

 

Lust und Liebe zu genießen

 

 

 

© Petra von Effenberg

 

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14.04.2017 Asmodina Tear

 

Tosend ist der Wind

 

Der Wind streicht sachte mein Gesicht,

während der Mund leise flüstert: „Ich vermisse dich.“

 

Im Leben habe ich dich nicht gekannt,

nur beiläufig deinen Namen genannt

und erst der Tod knüpfte unser Band.

 

Die Berührung gleitet weiter zu meinem Haar,

und ich weiß, du bist da,

vielleicht nicht mehr auf dieser Welt und doch so seltsam nah

Ich zittere und mein Blick wird klar.

 

„Wirst du halten meine Hand, wenn es um mich dunkel wird

Die Nacht lautlos hernieder fällt

und vielleicht ein Stück Realität von uns geht,

weil außer Neid und Missgunst nichts mehr zählt?“

 

„Mein kostbares Wesen, sorge dich nicht,

an deiner Seite verweile ich

Küsse mich, berühre mich

als dein Sklave fühle ich das Licht.“

 

Deine Liebe ist zärtlich und rastlos wie der Wind,

bleib bei mir,

solange ich in Trauer bin,

solange die Menschen grausam sind

 

© Asmodina Tear

 

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13.04.2017 Elfride Stehle

 

 

So ist der Frühling

 

 

Die Sonne zwinkert leicht uns zu

und freut sich – so wie ich und Du,

dass alles grünt und blüht –

das beste Mittel fürs Gemüt.

 

Ein Jeden zieht es aus dem Haus,

in die Natur geht es hinaus.

Von allen Seiten Blumen winken,

in deren Duft möcht ich versinken ...

 

Und Vögel hört man tirilieren.

In Straßencafés, da servieren

die Kellner jetzt das erste Eis ...

Ich fühl‘ mich wie im PARADEIS!

 

© Elfride Stehle

 

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12.04.2017 Helga Rikken

 

Frühlingserwachen

 

Oh, Frühling ist es wieder bald.

In uns´ren Herzen scheint

ein heller,warmer Sonnenstrahl,

der innig sich mit uns vereint.

 

Er führt uns just hinaus ins Tal,

er zeigt uns stolz den grünen Wald –

Knospen sprühen allemal,

bunte Blumen duften bald.

 

Oh, Frühling, der bringt neues Leben,

die Vögel schwärmen, kommen heim –

er wird neue Kraft uns geben,

in weiter Ferne und Daheim.

 

© Helga Rikken

 

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11.04.2017 Barbara Dölker

 

Holde Jugendzeit


 

Wir nehmen uns bei der Hand und hüpfen barfuß durch das taufeuchte Gras.

 

Endlich können die Füße frei sein, frei wie ein Kind nur sein kann in seiner Freude.

 

Jauchzend genießen wir die Zeit nach dem strengen Winter.

 

Kieselsteine im nahen Bach sind herrlich frisch, unsere kleinen Füße genießen das in ihrem kühlen, ungestüm dahin plätschernden Wasser.

 

Bäume zeigen das erste Grün, Vögel fliegen umher und erfüllen die Frühlingsluft mit wundersamen Klängen.

 

Eine Forelle springt hoch und platscht dann ins Bachwasser, so dass uns die dicken Tropfen nässen.

 

Jauchzend laufen wir, immer noch Hand in Hand, weiter, immer weiter, bis wir kurzatmig stehen bleiben müssen.

 

Wir werfen uns hin, und lachen, bis uns der Bauch schmerzt.

 

Weshalb, ist uns in unserer Unschuld nicht bewusst. Nur, dass das Leben herrlich ist, wissen wir mit untrüglicher Gewissheit.

 

Dieser erste Ausflug in den Frühling blieb unser Geheimnis. Erinnerst Du Dich nach diesen langen Jahren auch noch daran?

 

© B. Dölker

 

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10.04.2017 Marion Krüger:

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09.04.2017: Sabrina Nikolai

 

Stiller Dank!

 

Wenn die Stille dein Herz erwärmt

 

und die Nacht den Tag verdrängt.

 

Erst dann bin ich erwacht.

 

Aus einem endlosen Schlaf.

 

Einem Schlaf, der ruhelose war.

 

Alles erscheint klar.

 

Alles ist anders.

 

Das Glück ist an deiner Seite.

 

Stets ein Lächeln bereit

 

Die Sterne weisen den Weg.

 

Einen Weg, den du dachtest verloren zu haben.

 

Eine Familie hast du nun gefunden.

 

Ihre Hände geben dir den Halt.

 

Einen Halt, den jeder Mensch braucht.

 

Greife nach dem Glück und diesen Händen.

 

Sie werden einst dein Schicksal sein.

 

Lausche der Melodie, die alles verdrängt.

 

Eine Melodie die so fern ist, dass du sie nur spüren kannst.

 

Mögen die Menschen hart sein, nicht wissend was sie anrichten können.

 

Worte schmerzen und vergehen.

 

Tief war der Kummer über dessen Worte.

 

Doch hast du Menschen die dich halten.

 

Stets soll das Lächeln sichtbar sein.

 

Lass es erscheinen.

 

Lass die Menschen ihren Weg gehen.

 

Du gehst deinen Weg.

 

Mein Lächeln soll mein Dank sein.

 

Einen Dank, den ich kaum in Worte fassen kann.

 

Eine Familie, ein Leben.

 

Ein Dank an euch und ein Segen.

 

Nehmt mein Lächeln und feiert mit mir.

 

Feiert die Freude die das Leben noch bringen mag.

 

Einen Gruß lass ich euch nun da,

 

schaue zu den Sternen und denke an euch!

 

 

© Sabrina Nikolai

 

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